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Impfstoffe

Jeder Impfstoff muss sicher, wirksam und gut erprobt sein, bevor er eine Marktzulassung in der EU bzw. in Deutschland erhält. Diesen Nachweis muss der Hersteller in vorklinischen Untersuchungen und klinischen Prüfungen erbringen.

In Deutschland erfolgt die Zulassung eines Impfstoffs nur dann, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms besteht. Diese nationalen und internationalen Qualitätsstandards gelten – wie bei allen anderen Impfstoff-Entwicklungen – auch bei der Zulassung einer Corona-Schutzimpfung. Bis vor wenigen Jahren hätten Beteiligte für das Durchlaufen aller Etappen bis zu 20 Jahre angesetzt. Doch neue Technologien, Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren (z.B. MERS-CoV) und das intensive Zusammenarbeiten mit den verantwortlichen Behörden ermöglichen, so schnell wie noch nie einen Impfstoff zu entwickeln, der den Qualitätsanforderungen entspricht.

In der Europäischen Union sind bislang fünf Impfstoffe gegen das Corona-Virus zugelassen (Stand März 2022). Dabei handelt es sich um die Vakzine der Pharmaunternehmen Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca, Johnson & Johnson, Novavax und Valneva.

Grundlage sind entsprechende Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der verschiedenen Impfstoffe finden Sie auf der Seite der EMA (eng.).

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden aktuell weltweit mehr als 100 mögliche Impfstoffe klinisch getestet. Hier finden sie die Zusammenstellung der WHO (eng.)

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind sogenannte mRNA Impfstoffe.

Bei den Impfstoffen von Astrazeneca sowie Johnson & Johnson handelt es sich um so genannte vektorbasierte Impfstoffe. Der Impfstoff von Novavax ist ein Proteinimpfstoff.

Das Vakazin von Valneva ist ein inaktivierter und adjuvantierter Ganzvirusimpfstoff.

Weitere Informationen zur Wirkungsweise und Unbedenklichkeit der Impfstoffe: www.zusammengegencorona.de/infos-zum-impfen/informationen-fuer-buerger-innen und www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988

Den Impfzentren und Impfstellen stehen mRNA-Impfstoffe, Vektorimpfstoffe, der Proteinimpfstoff Nuvaxovid und teilweise der Impfstoff des Herstellers Valneva zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass generell keine Wahl des Impfstoffes möglich ist. Die Auswahl des für Sie passenden Impfstoffes erfolgt, ggf. vor Ort, entsprechend den geltenden Empfehlungen bzgl. Alter, Impfstoffkombinationen, Vorerkrankungen und anderen Parametern.

Sollten Sie allerdings die Verabreichung des neu zugelassenen Proteinimpfstoffes Nuvaxovid des Herstellers Novavax wünschen, können Sie dies im Registrierungsvorgang für Ihren Impftermin angeben. Personen, die im Registrierungsformular nicht den Impfstoff Nuvaxovid als Wunsch angeben, erhalten einen anderen Impfstoff.

Kombinationen von Nuvaxovid und mRNA- oder Vektor-Impfstoffen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter dem Punkt "Wer kann sich mit Nuvaxovid des Herstellers Novavax impfen lassen?"

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Auffrischimpfungen ab 12 Jahren vorzugsweise einen der zugelassenen und verfügbaren Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe (Comirnaty Original/Omicron BA.1, Comirnaty Original/ Omicron BA.4/5 oder Spikevax bivalent Original/ Omicron BA.1).
Dabei unterscheidet sie nicht zwischen den Präparaten.

Die Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe sind bislang nur für Auffrischungsimpfungen ab 12 Jahren zugelassen (für die erste und zweite Impfstoffdosis sowie für die Auffrischimpfung für Kinder von 5 bis 11 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen gilt deshalb unverändert, die herkömmlichen zugelassenen Impfstoffe einzusetzen).

Sollten Sie für eine Zweitimpfung oder Auffrischimpfung den Impfstoff Nuvaxovid wünschen, müssen Sie dies im Rahmen der Registrierung angeben.
Bitte beachten Sie unbedingt folgende Hinweise zum Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax.

Seit dem 28. Februar 2022 besteht in den rheinland-pfälzischen Impfzentren die Möglichkeit, sich mit dem neuen Impfstoff Nuvaxovid von Novavax impfen zu lassen.

Die STIKO empfiehlt den Impfstoff zur Grundimmunisierung von Personen ab 12 Jahren. Hierbei sind zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 3 Wochen zu geben. Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfohlen.

Entscheiden Sie sich für eine Impfung mit dem Impfstoff Nuvaxovid, erhalten Sie die Erst- und die Zweitimpfung mit diesem Impfstoff. Eine Zweitimpfung mit Nuvaxovid nach einer Erstimpfung mit einem anderen Impfstoff (mRNA- oder Vektorimpfstoff) ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Eine Ausnahme stellt laut aktuell empfohlenem Impfschema der STIKO die Zweitimpfung nach einer Erstimpfung mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson dar siehe Tabelle 1 In: Epidemiologisches Bulletin 7/2022 des RKI

Besteht nach Verabreichung der 1. Impfung mit einem anderen COVID-19-Impfstoff eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegen eine Fortführung der Impfserie, kann die Grundimmunisierung mit Nuvaxovid vervollständigt werden. Hierfür ist die Vorlage eines hausärztlichen Attests im Impfzentrum erforderlich, aus dem sich eine klare Aussage ergibt, dass Nuvaxovid verimpft werden soll. Die Angabe einer Krankheitsdiagnose allein ist nicht ausreichend.

Die STIKO empfiehlt mit Nuvaxovid geimpften Personen ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff in einem Mindestabstand von 3 Monaten zur abgeschlossenen Grundimmunisierung.

Aktuell liegt für Nuvaxovid keine Zulassung für die Auffrischimpfung vor. Gemäß der STIKO kann Nuvaxovid® in Einzelfällen nach ärztlicher Aufklärung als Auffrischimpfung angeboten werden, wenn Kontraindikationen gegen mRNA-COVID-19-Impfstoffe vorliegen. Auch hierfür ist die Vorlage eines hausärztlichen Attests im Impfzentrum erforderlich, aus dem sich eine klare Aussage ergibt, dass Nuvaxovid verimpft werden soll. Die Angabe einer Krankheitsdiagnose allein ist nicht ausreichend.

Für die medizinische Forschung ist es von großer Bedeutung, dass möglichst viele Personen über Ihre Impfung und die Verträglichkeit des jeweiligen Impfstoffes berichten. Bitte nutzen Sie das Onlineformular, um anzugeben ob und von welchen Impfreaktionen Sie betroffen waren.